Amazon lässt schwer nach - Absicht oder Zufall ? Welche Alternative gibt es ?

    • Amazon neustes Logistikzentrum in Winsen steht grade ziemlich in der Kritik. Mitarbeiter sollen komplett überwacht werden, überall Kameras und wie beim Flughafen müssen sie durch Metalldetektoren und werden abgetastet..müssen sogar ihren Gürtel ausziehen wenn der Detektor anschlägt. Das ist unangenehm, aber nicht das Schlimmste. Fieser ist, dass die "Picker" immer das tun müssen was auf dem Display steht, so quasi diener der 'Maschine' werden, die Arbeit wird extrem eintönig und genau Messbar und sorgt für "Mensch entfremndete Arbeit". Die Infos wer wie schnell beim Scannen von Artikel war, wird natürlich dann gegen Mitarbeitende eingesetzt, sie werden damit konfrontiert, wer aus sicht der arbeitsgebers zu zu langsam ist. Der Bogen wird aber spätestens dann überspannt, wenn Vorgesetzte sogar vorschreibenben wie lange man auf dem Klo sitzen darf, kommt dort vor, das ist leider kein Scherz.

      Ich finde diese Form von Arbeit würde man nicht nachtrauern, wenn sie nicht von Menschen erledigt werden muss, dies in Zukunft auch Roboter übernehmen. Nur gäbe es dann weniger Jobs. Das ist ja das Problem. Winsen ist ein gutes Beispiel für die digitalisierung und deren künftigen Auswirkungen. Diese Jobs werden irgendwann auch wegfallen und dann muss man sich ein System überlegen wie die Menschen in der region trotzdem davon profitieren wenn eine Firma sich dort niederlässt und ihren Profit macht.
    • Diebstahl ist ein Thema, aber wenn es deswegen wie ein Gefägnis wird, ist das auch ned so toll. Ein kleiner Prozentsatz Diebstahl muss eine Firma immer mit einkalkulieren, abere das sind peanuts gemessen an den anderen Ausgaben.

      Akkordarbeit gibt es auch anderswo, aber Aamazon treibt es auf die Spitze. Nun sollen auch noch Armbänder jede Bewegung erfassen..und natürlich werden auch diese Daten gegen Angestellte eingesetzt "gestern waren sie schneller wie heute, ihre Hand war so und soviel Sekunden in der linken Hosentasche"
      focus.de/finanzen/news/sorgen-…tarbeiter_id_8414457.html

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    • Zugute halten muss man Amazon, dass sie mehr bezahlen sollen wie gewisse andere. Amazon wird wie andere Firmen auch das Druckmittel ausspielen, sie ja jederzeit woanders hingehen können..und dann werden Gewerkschaften wie Behörden einknicken.

      Wer keinen Job hat, wird vom Arbeitsamt quasi gezwungen solchen Tätigkeiten anzunehmen. Ich finde diese Entwicklung nicht gut, weil in Zeiten wo es gut geht, auch Arbeitnehmer davon profitieren sollten, wenn nicht jetzt, wann denn sonst. Es ginge auch anders, da Amazon sich bessere Arbeitsbedingungen locker leisten könnte. de.statista.com/statistik/date…on-amazon-quartalszahlen/

      Bei mir in der Firma, haben wir auch viele eintönige 'Montage' Jobs. Angestellte die von Morgend bis Abends Teile montieren. Die Arbeitsbedingungen sind aber viel besser. Jeder kann Pause machen wann er will, muss dazu einfach nur 'ausstempeln', kann sich einen Kaffee holen wann er möchte oder nach draussen gehen um z.B. eine zu rauchen. die Leute rotieren auch öfters ihren Arbeitsplatz. Die Arbeitszeiten sind ziemlich flexibel. Wer 2min später anfängt bekommt keine Standpauke. Wer eine Stunde früher gehen will, tut das oft ohne dem Chef etwas sagen zu müssen, weil ja die Arbeistzeiten so oder so erfasst werden, bleibt er eben nächstes mal länger. Amazons Arbeistmodell ist Outdated, man weiss doch schon lange wie es besser geht.

      Trotzdem sind bei uns alle sehr effizient/produktiv, wer durch die Halle läuft sieht sie wie Bienen fleissig motiviert arbeiten. Ende Jahr gibt es für alle nebst dem 13ten Montaslohn eine Gewinnbeteiligung. Aber auch be uns die Lohnschere zwischen kleinstem und Grösstem gross, die kleinen Löhne sind in der teuren Schweiz auch nicht so dolle..aber die Firma tut viel kleine Aufmerksamkeiten, was auch wichtig ist. Wie Freizeitaktivitäten, Früchtekorb zu Weihnachten für jeden, gratis TShirts + (Firmen)Jacken usw. Das Resultat gibt dem Arbeitsmodell recht; letztes Jahr wahr das Profitabelste seit Firmengründung, trotz starkem schweizer Franken und teuren Schweizer Löhnen kann sich die Firma international behaupten.

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    • Gestern habe ich mir eine Speicherkarte bestellt, nicht bei amazon sondern bei einem anderen bekannten Online Händler. Laut mehreren Suchmaschinen war der Artikel dort verfügbar, der Händler hat den Artikel auch bei ebay drin stehen (mehrere verfügbar). Lieferzeit war auf deren Homepage 1-2 Tage. Also kurzerhand dort bestellt weil es bei amazon ein paar Euro teurer war.
      Heute Nachmittag war der Status dort immer noch offen und der Artikel war aus deren Sortiment entfernt.
      Also angerufen und es hat sich herausgestellt das der Artikel nicht mehr verfügbar ist. Ganz toll ...
      Die Bestellung konnte Sie zum Glück sofort stornieren.
      Jetzt habe ich den Artikel bei amazon bestellt. Wenn da steht noch 1 Artikel verfügbar ist es auch so.
      Ich verstehe es manchmal wirklich nicht wie sich manche Online Händler noch über Wasser halten können.
      Das mit der "angeblichen Verfügbarkeit" hat mich bei manchen früher schon genervt.
      Mich wundert es nur warum amazon das schon immer konnte.
    • Das ist doch deren Stärke, deshalb sind sie uneingeschränkter Marktführer.

      Service

      In unserer teils immer noch vorhandenen Servicewüste, sind sie einige der wenigen wo es eigentlich immer funktioniert, und wenns mal nicht funktioniert wird großzügig entschädigt.



      Mich wundert immer noch dass sie in vielen Fällen auch noch günstiger bzw. gleich teuer wie die Konkurrenz sind, und sei es dass sich die Ersparnis durch die nicht vorhandenen Verpackungs- und Versandkosten begründen. Jeder Händler xy hätte schon längst die Preise angezogen, die Kunden kaufen trotzdem, weil bekannt und eben wegen dem Service.

      Ich bestelle, aufgrund der ländlichen Wohnlage viel online, ich habe schon viele durch, da dauerts teilweise ewig bis die Kohle zurück gebucht ist, Garantiegeschichten dauen noch länger.... bei amazon geht das alles mehr als fix



      max
      bis 2004 als maxjat online ;)
    • habe inzwischen weiteren Kleinkram bestellt, welcher auch über Amazon Logistics geliefert wurde.

      Interessant daran ist, ich habe zB Sonntags bestellt und der Liefertermin war Montag!
      Anscheinend profitiert man durch den späteren Lieferzeitpunkt bei Amazon Logistics "bis 20Uhr" davon!

      Dadurch schafft es Amazon das Zeugs noch Montags früh zu versenden und es kommt noch am gleichen Tag an.
      Für mich ist es eigentlich sogar besser weil ich tagsüber nie zuhause bin.

      Ich weiß es selbst, man schaufelt sich sein eigenes Versandgrab, irgendwann ist Amazon die letzte Instanz und kann an der Preisschraube wieder hochdrehen....
    • Für zuviel zurückgeschickt wird man bei amazon garantiert nicht rausgeschmissen als Kunde. Erst bei Auffälligkeiten in der Retoure. Aber selbst dann drohen sie, natürlich freundlich verpackt, erstmal nur, nicht mal persönlich eine Software übernimmt dass.

      Fehlerhafte Routinen der Software die zu einer solchen freundlichen Abmahnung führen sind aber schnell aufgeklärt und als Entschuldigung bei unberechtigten Verdacht gibts dann sogar einen Einkaufsgutschein.

      Natürlich ist es unser eigenes Grab, allerdings warum bei schlechterem Service, teilweise hier auf dem Land deutlich schlechterem Preis-Leistungsverhältnis was kaufen ? Das liegt eindeutig in den Händen der Geschäfte vor Ort und zumindest hier bei uns haperts bei den noch gehörig am Service und an der Kundenorientierung.


      max
      bis 2004 als maxjat online ;)