Subwoofer selber bauen? Oder kaufen für ~200€?

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    • Hi,

      Nach reiflicher Überlegung hab ich mich doch entschlossen, mal wieder etwas zu bauen. Es wird der "SUB AWM 12", Konzeption von Bernd Timmermanns aus einem älteren Hobbi Hifi Heft von 2006. Wenn man etwas googlet, findet sich der komplette Artikel als pdf. Es dürfte einer der am häufigsten nachgebauten Subs sein. Das Netz ist gespickt mit Erfahrungsberichten, von denen nahezu alle positiv sind. Für wirkliche High-Ender dürfte er vermutlich eher nichts sein, aber mit etlichen teils deutlich teureren Fertigsubs kann er laut Tests wohl sehr gut mithalten. Ausschlaggebend für die Entscheidung war für mich der Bastelspaß und natürlich die gute Resonanz auf den Bausatz.

      So schnitt der Sub damals ab:
      Hörtest in Hobby HiFi:
      "Im Hörraum der Reaktion bildete der Sub AWM 124 in Verbindung mit dem Mini- Monitor Basic aus HOBBY HiFi 4/2004 (in GHP-Bauweise, wie oben beschrieben) ein gutes Team. Das Klangbild wirkte wie aus einem Guss, der Bass fügte sich bruchlos ins Klangbild ein. Schon bei geringer Lautstärke modelliert der Sub AWM 12 Bassfiguren schön straff und klar, dabei so tief und substanzvoll, dass keine Wünsche offen bleiben. Dieser Eindruck bleibt unverändert, wenn der Pegel zunimmt. Und selbst bei brachialer Lautstärke, die mit diesem Lautsprechergespann durchaus im Bereich des Möglichen liegt, bleibt jedes Detail erhalten, und nichts ändert sich am Eindruck unaufdringlicher Klarheit, die diesen Bass auszeichnet." ...
      beschrieben u.a. hier

      Die Komponenten bestehen aus: Mivoc AWM 124 (30er Chassis) und Mivoc Verstärker AM 120, der Materialpreis liegt bei günstigen ~190€ komplett + Holz und ggfs. Farbe, Funier etc.
      Der Bauplan sieht so aus klick, im ersten Post etwas weiter unten, entweder in Multiplex auf Gehrung geschnitten oder simpler als MDF-Ausführung.

      Fertige Bilder habe ich zB hier gefunden:
      AWM 12 furniert + Erfahrungsbericht
      AWM 12 Birke Multiplex + Erfahrungsbericht
      AWM 12 silber lackier
      AWM 12 weiß lackier
      AWM 12 mit Granitfarbe lackiert + Bilder vom Bau


      Holz ist mittlerweile besorgt, der Bau hat begonnen: MDF-Version mit weißem Korpus und granitfarbenem Sockel.
      :bier: :bier:



      ursprünglicher Post:
      Subwoofer selber bauen? Oder kaufen für ~200€?
      Spoiler anzeigen

      Hat schon mal jemand eine Sub-Box selbst gebaut?

      Ich hab heute mal nach einem halbwegs günstigen (max. 200€) und "guten" Sub für meine Jamo 5.0 Anlage gesucht und habe nix gefunden :D. Der Schwerpunkt liegt auf Heimkino und Filme, aber klanglich hätte ich es gerne mehr präzise als schwammig. Die gefundenen Lösungen wie zB Mivoc A1100 oder Canton AS-25/SC spielen den Reviews nach sicher nicht schlecht für ihren Preis, aber eben alles andere als präzise. Einen ganz feinen von Nubert hab ich gesehen (440/441), der liegt aber bei rund 350€.

      Dann gäbe es noch die Sache mit dem Selberbauen. Da werden scheinbar gerne Subs von Mivoc verwendet, die ordentlich verbaut auch noch ganz passabel abschneiden (klick) und viele Fans haben. Preislich käme man auf ~200€ + Holz + Zeit/Spaß fürs Zuschneiden/Lackieren. Der günstigere Mivoc Sub (AW3000) soll nicht so präzise spielen.

      Was meint ihr, evtl bessere Tips oder eigene Erfahrungen dazu? :bier: :bier:

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Fletch ()

    • Hmm ist 200€ nicht bissel wenig?

      Wenn ich mir Endstufen und Chassis anschaue muss da mehr kommen.

      Das Gehäuse baustt du ja, aber auch hier ist die Frage was nimmt man.

      Alles nicht leicht und sollte nicht von heute auf morgen entschieden werden ich habe schon im Area und Hifi Forum und anderen Foren was von Bastlern gesehen und gelesen, lange her.

      Aber das ist auch schon Kunst.(Für mich)

      Ich denke mal jede Chassis braucht sein Gehäusevolumen und Dämmung sowie Endstufe.
      Spanplatten würde ich nicht nehmen weil MDF sicherlich die bessere Wahl ist aber auch da wird sicherlich noch einiges zu tun sein, habe ja keine Ahnung.

      Also ich würde nicht selber bauen, da ich keine Ahnung habe.

      Heutige Subwoofer haben Einmesssysteme usw. ......
    • da hast du schon recht. Viel sind 200€ wirklich nicht, wenn man sich die "besseren" mal so anschaut. Ahnung habe ich von wenigen hochwertigen CarHifi Projekten abgesehen auch nicht wirklich und müsste bzw. würde mich da ganz auf vorgefertigte und somit erprobte Baupläne (Liter, Dämmung, Material, Kabel) verlassen. MDF wird meistens genommen (19/28mm) und das kann man auch gut bearbeiten. Ich habe zwar keine CNC, kann aber mit Oberfräse und anderem Werkzeug umgehen. Und Spaß macht es eigentlich auch (mit ein Grund :D).

      Ob man dann mit Lamellos oder Stiften arbeitet oder vielleicht auch nur optisch eher pfuschig verschraubt (inkl Kleber), muss man sehen. Ein Hexenwerk wäre das Gehäuse nicht und farblich könnte man es ans Wohnzimmer anpassen. Bocken könnte mich so ein kleines Projekt für die kalte Jahreszeit schon ...

      Hier steht noch ein bisschen was drüber inkl ein paar Erfahrungen.



      Die 200€ sind halt meine Grenze, weil ich eigentlich gar keinen Subwoofer brauche :D. Mehr wäre einfach zu viel für "nix", auch wenn man sich später schnell daran gewöhnen wird.
    • Wenn man schon selber baut ist ein SUB wohl sicher das einfachste überhaupt nen viereckigen Kasten kriegt wahrscheinlich fast jeder hin der auch nen Hasenstall bauen kann :), keine Frequenzweichen die man zusammenlöten müsste, die Endstufen sind ja schon fertig (und da gibts auch große Leistungs und Preisunterschiede). Für 200 EUR wird man aber auch bei Selbstbau nichts besonderes bekommen. Chassis gibts ja schon relativ günstig ab 50 EUR aber ein gutes digitales Aktivmodul kann man schon 200 EUR veranschlagen mit Material muss da also auch schon 300 EUR ansetzen für was ordentliches.

      Ein bisschen theorethisches Know How könnte man sich schon zulegen ne Superseite dafür ist die hier lautsprecherbau.de/Home/8563,de
      :bier: Tschüß :bier:

      Sic transit gloria mundi

      kicktipp.de/movie2digital

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Samurai ()

    • Samurai schrieb:

      Wenn man schon selber baut ist ein SUB wohl sicher das einfachste überhaupt nen viereckigen Kasten kriegt wahrscheinlich fast jeder hin der auch nen Hasenstall bauen kann :)[/url]


      So ein Tipp kann aber auch von jemanden kommen, der selber keinen zusammengebaut hat oder sehr viel Glück hatte :D :P .

      Nichts für ungut, aber gerade bei einem Subwoofer kann man sehr viel Falsch machen. Ein 1mm großes "Loch", welches nicht 100%-ig abgedichtet ist, bringt das gesammte System in eine Preisklasse, die selbst wenn man 300€ teure Chassises einsetzt, das Niveau eines 50€ System hat :D

      Ein Tipp von jemanden, der einen 2000€ teuren Subwoofer nachgebaut hat ..... wenn es um die Preisklasse von 200-300€ geht, dann kauf dir lieber einen guten ;). Es sei denn man steht auf den Zusammenbau an sich :) .
      Gruß
      Aragorn

      "Weil die Lichtgeschwindigkeit höher als die Schallgeschwindigkeit ist, hält man viele Leute für helle Köpfe bis man sie reden hört"
    • Aragorn schrieb:

      Nichts für ungut, aber gerade bei einem Subwoofer kann man sehr viel Falsch machen.
      Sicher kann man das, auch die Hasenkiste kann auseinanderfallen wenn man 2 linke Hände hat. :)

      Trotzdem ist ein Subwoofer noch das einfachste was man an Lautsprechern selber bauen kann, bei normalen Boxen mußt Du z.B. auch noch mehr oder weniger aufwendige Weichen löten mit ner Masse an Kleinteilen. Wenn man nen guten Bauplan hat dies reichlich im Netz gibt ist ein Sub wirklich kein Hexenwerk, ein bisschen Geschick und sorgfältiges arbeiten ist natürlich nötig.
      :bier: Tschüß :bier:

      Sic transit gloria mundi

      kicktipp.de/movie2digital
    • Das sehe ich absolut anders. Um einen Subwoofer vernünftig abzudichten, musst du eine Nut einfräsen. Das kann man aber ohne weiteres nicht (ich hatte z.B. so eine Maschine nicht). Einfach zwei Bretter aufeinander kleben ist unseriös :)

      Das Löten an sich sehe ich eher als weniger problematisch. Die Weichen sind groß, da muss man nicht besonders geschickt sein oder Mikroelektronik studiert haben :D
      Gruß
      Aragorn

      "Weil die Lichtgeschwindigkeit höher als die Schallgeschwindigkeit ist, hält man viele Leute für helle Köpfe bis man sie reden hört"
    • ein bisschen Geschick bringe ich schon mit, hab schon GFK-Kisten mit vergleichsweise sehr hochwertigen JLs bestückt und die Kisten auch dicht bekommen, die man dann fertig sogar schon in Sinsheim begutachten konnte :). Ein paar Möbel hab ich auch schon gebaut, die heute noch gerade stehen. War aber natürlich nur Hobby und aus Spaß an der Freude, um Erfahrungen für vielleicht mal etwas wirklich Wichtiges zu sammeln. Alles in allem sicher kein Highest End, aber auch nix in einer halben Stunde elend Zusammengemurkstes :D.

      Ich muss erst mal gucken, ob ich an die Baupläne von oben komme oder es ggfs. schon was Besseres in dem Bereich gibt. Eile hab ich nicht, war halt so eine spontane Idee. Vielleicht bietet sich die Gelegenheit für einen Nubert 440 oder 441, dann würde ich evtl. da zuschlagen, sofern er gut unter 300€ liegt. Ansonsten wäre der Spaß am Basteln tatsächlich ganz weit vorne bei dem Projekt :).

      Mit einer Nutfräse hab ich jetzt im Vorfeld zwar nicht gerechnet *g, aber mein Cousin hat eine, ebenfalls was für Lamellos.


      EDIT: wenn natürlich jemand konkrete Vorschläge im 200€ Bereich hat, immer her mit :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Fletch ()

    • Aragorn schrieb:

      Um einen Subwoofer vernünftig abzudichten, musst du eine Nut einfräsen. Das kann man aber ohne weiteres nicht (ich hatte z.B. so eine Maschine nicht).
      Kommt drauf an wie sauber man kleben kann, man kann im fertigen Gehause auch nochmal ne Leimnaht über alle Kanten innen nachziehen das hat denselben sicher dichtenden Effekt, aber passendes Werkzeug ist sicher vorteilhaft, Fletch hat doch schon geschrieben er hat ne Oberfräse, rat mal was man damit machen kann (z.B. perfekte Nuten fräsen). Wer sowas zuhause hat dem kann man schon ein gewisses handwerkliches Geschick zutrauen. Lies mal auf der Seite die ich weiter oben verlinkt hab, da steht sehr viel Grundlagenwissen zum Lautsprecherbau und Massen an beispielen und Artikeln über Selbstbauprojekte, wenn man sich da einliest sit das alles nicht so schwer, ist wie bei allem im leben man braucht halt jemanden der weiß wies geht dann wirds einfacher. Zum Glück gibts heute ja Internet wo man sich so man will über alles informieren und lernen kann, man muss es halt nutzen.
      :bier: Tschüß :bier:

      Sic transit gloria mundi

      kicktipp.de/movie2digital
    • Samurai schrieb:

      Lies mal auf der Seite die ich weiter oben verlinkt hab, da steht sehr viel Grundlagenwissen zum Lautsprecherbau und Massen an beispielen und Artikeln über Selbstbauprojekte, wenn man sich da einliest sit das alles nicht so schwer, ist wie bei allem im leben man braucht halt jemanden der weiß wies geht dann wirds einfacher.

      Ich glaube in Sachen Akustik hat sich in den letzten 3 Jahren nicht viel verändert. Ich habe zu meiner Zeit viel gelesen und auch im Labor getestet. Hatte sogar die Weichen selber vermessen und verbessert (hatte Zugang zum "etwas besseren" Equipment). Die erste Box im Bereich 300€ war für mein Empfinden für die Tonne. Die habe ich verschenkt :D. Die zweite war etwas besser als das Original. Danach habe ich mich an meinem Wagen ausgelassen. Klein und pegelfest war die Herausforderung. Bin kein Freund von Bässen ohne Ende wenn man sonst nichts hört. Im Wagen ist es noch viel schlimmer einen guten Sound hinzubekommen. Da endet man irgendwann bei Verstärkung der Türaufhängung weil die Türen 10-15 kg mehr wiegen (Dämmmasse) :D

      Wie gesagt ... wenn es Spass macht, dann kann man so ein Projekt starten. Sonst würde ich von 200€ teuren Komponenten nicht viel erwarten :). Macht eure Erfahrungen und lasst uns daran teilhaben indem ihr hier Bilder und eure Erfahrungen postet :yes: :bier:
      Gruß
      Aragorn

      "Weil die Lichtgeschwindigkeit höher als die Schallgeschwindigkeit ist, hält man viele Leute für helle Köpfe bis man sie reden hört"
    • @all: was meint ihr denn zu den möglichen Komponenten, sprich:

      Verstärkermodul: AWM 124 - 220 Watt R.M.S. / 600 Watt max.
      Speaker: AWM 124 - 220 Watt R.M.S. / 600 Watt max.

      Ich will mir natürlich auch nicht von dahergelaufenen Lemmingen irgendwelche Flausen ins Ohr setzen lassen, um auf deren Rat hin das lausigste Zeug zusammenzuzimmern ... . Früher waren die auf der Seite erwähnten Ravelands das Billigste vom Billigen im CarHifi-Bereich und hatten Magneten mit Größe und Gewicht eines 5-Mark-Stücks. Meine alten Kicker damals schnupften die alle weg. Aber das ist halt auch schon bald 20 Jahre her.
      Die Komponenten inkl. exakter Bauanleitung für eine dazu berechnete Kiste wurden in einem hobby Hifi Heft mal als Bauvorschlag ("AWM 12") veröffentlicht und seitdem ziemlich häufig nachgebaut. Das Echo dazu war durch die Bank extrem positiv.

      "Im Hörraum der Reaktion bildete der Sub AWM 124 in Verbindung mit dem Mini- Monitor Basic aus HOBBY HiFi 4/2004 (in GHP-Bauweise, wie oben beschrieben) ein gutes Team. Das Klangbild wirkte wie aus einem Guss, der Bass fügte sich bruchlos ins Klangbild ein. Schon bei geringer Lautstärke modelliert der Sub AWM 12 Bassfiguren schön straff und klar, dabei so tief und substanzvoll, dass keine Wünsche offen bleiben. Dieser Eindruck bleibt unverändert, wenn der Pegel zunimmt. Und selbst bei brachialer Lautstärke, die mit diesem Lautsprechergespann durchaus im Bereich des Möglichen liegt, bleibt jedes Detail erhalten, und nichts ändert sich am Eindruck unaufdringlicher Klarheit, die diesen Bass auszeichnet." ... Quelle

      Hier vergleicht einer der Nachbauer mit anderen gekauften Subs oder hier was anderes zum Nachbau. Ich habe auch noch ein paar andere Links, aber langsam wird es etwas spät *Uhrguck*


      Aragorn schrieb:

      Macht eure Erfahrungen und lasst uns daran teilhaben indem ihr hier Bilder und eure Erfahrungen postet :yes: :bier:

      wenn es denn soweit kommen sollte, mache ich natürlich Bilder poste sie :). Das Problem bei mir wären dann die mangelnden Vergleichsmöglichkeiten im Heimkinobereich. Entweder wird es mir gefallen oder ich bin enttäuscht. Einzuschätzen, ob er präzise, trocken, sauber etc spielt, traue ich mir nach 20 Jahren CarHifi schon zu, nur in welche Klasse ich den Sub dann letztlich stecken soll, wird mangels Vergleichsmöglichkeiten schwierig bis unmöglich. Aber vielleicht kommt es aber auch gar nicht so weit, ist ja bis jetzt nur eine Spinnerei :).